An manchen Tagen gibt es nichts Schöneres für mich als Kochbücher zu wälzen und das Abendessen zu planen. Für manche gewiss eine Qual, für mich eine der schönsten Beschäftigungen, vor allem seit ich das in meiner Traumküche tun kann. Ich bin absolut kein Fan von Einbauküchen und mag es gern zusammengewürfelt, ganz nach Gefühl. Wir leben Wabi-Sabi, das bedeutet weg vom Drang zur Perfektion und hin zur Liebe für das Unvollkommene.
Worin ich richtig gut bin: Organisieren, Improvisieren, Restekochen, Unordnung in 2min so drapieren, dass sie geordnet aussieht, Fluchen, meine Tochter zum Kreischen vor Freude bringen, der Fels in der Brandung sein, Work-Life-Balance, Ehefrau/Mutter/Geliebte, sich entschuldigen, Kritik annehmen (Spoiler: steht auch beim Scheitern), Google (kennt ihr den Satz „Let me google this for you?“ der ist von mir 😏) man nennt mich auch Sherlock.
Ich scheitere oft beim: Putzen, geduldig sein, Respekt im Straßenverkehr, sich regelmäßiger melden, 20min Kinder-TV pro Tag und 1h Spielplatz, Kritik annehmen, Tasse/Glas leertrinken, Optimismus...
Ich scheitere oft beim: Putzen, geduldig sein, Respekt im Straßenverkehr, sich regelmäßiger melden, 20min Kinder-TV pro Tag und 1h Spielplatz, Kritik annehmen, Tasse/Glas leertrinken, Optimismus...
Wir haben Zuwachs bekommen. Als ich ihn bei Kleinanzeigen fand, dachte ich mir nur, perfekte Größe, über 3m ideal geeignet für den kleinen Lichthof alias Treppenbereich. Als wir ihn heute dann platzierten (noch nicht finaler Standort) hatten wir ein und die selbe Erinnerung. An unseren ersten gemeinsamen Urlaub 2015, betrunken vor Liebe, in einer kleinen Airbnb Bude in Siracusa hinter einem riesigen Baum, der uns an Tag 3 durch ein Unwetter vor die Tür krachte und den Weg hinaus und rein versperrte. Unserer hier blüht zwar nicht annähernd so schön, aber er lässt uns immer an diesen Ort und das Gefühl zurückdenken.
Es ist grad eine Zeit wie im Nebel. Am wohlsten fühle ich mich zu Hause mit meiner Familie, kann nicht nach vorne und zur Seite schauen. Trifft uns die Gefahr oder trifft sie uns nicht. Zwischen all diesen komischen Gefühlen, die ich so noch nie im Leben empfunden habe, fühlt sich dieses Chaos grad okay an, weil es zu Hause so schön ist. Ich denke oft an all die, die sich zu Hause nicht wohl fühlen oder die kein zu Hause haben. Diese Nummer ist derzeit mindestens genauso wichtig: Bei häuslicher Gewalt: 08000 - 116 016, außerdem: www.berliner-stadtmission.de bietet jederzeit Notübernachtungen für Obdachlose
Das hier ist die erste Etage, noch sind wir mittendrin, einige Möbel und das wichtigste fehlt noch: die Stahl-Glas-Trennwand, die den oberen Wohnzimmerbereich vom Arbeitsbereich trennen wird. Das Podest konnten wir nicht entfernen, es ist nämlich die Decke vom EG, wozu das mal gut war, wissen wir auch heut trotz Einsicht in die alten Baupläne nicht. Bei der Planung der Etagen fiel dann auf, wie originell dieses Podest doch eigentlich ist und jetzt lieben wir diese natürliche Trennung von Wohn-und Arbeitsbereich.