Findet Ihr nicht auch, dass das alte Glas überhaupt nicht „von gestern“ aussieht?
Was mich, neben der einzigartigen Optik von so einer Zusammenstellung, immer am meisten freut, dass mit Vintage keine Ressourcen verbraucht werden.
Da ich im Frühling die blühenden Obstbäume in unmittelbarer Nähe vermisse, gab es einen dicken Ast, weil jemand noch seinen Kirschbaum beschneiden musste, der steht im Wasserbottich und ist mit Kabelbinder am Balkongeländer fixiert.
Jetzt trinken wir Tee auf dem Balkon und die blühenden Zweige können fast die Nase kitzeln. Und der Ausblick ist auch frühlingshaft, die Autos „verdrängen“ wir einfach. Geht alles.
Und so befreit lässt sich das älter werden genießen. Nur keine Routine aufkommen lassen.
„Ein bisserl was geht imma…“ sagt meine Wiener Freundin.
Auf jeden Fall dekorativ und nimmt wenig Platz im Schrank weg.
Und an Ostern knicke ich ein farbiges, hartgekochtes Ei unten an und stelle es auf das Tellerchen - fertig ist die Deko ohne dass anschließend eine Menge Kram im Müll landet.
Nachdem ich zwar schon lange auf der Seite einen Account habe, aber irgendwie nie richtig "die Kurve" gekriegt habe, nun ein Foto auch von meiner geliebten Leseecke. Ja, die Lampe ist schief und die Stiche auch. ;-)
Aber unser momentanes Bilderthema ist "Personen" und da hängen jetzt die Markgrafen von Ansbach-Bayreuth einfach eine Weile mal "schepps". Beim nächsten Thema wird alles anders ...
Wir sind von einer großen Immobilie auf dem Land mit vieeeel Platz in die Großstadt gezogen und haben uns ganz bewusst sehr verkleinert. Klar, dass vieles warten muss, bis es mal temporär genutzt wird. Lustiges Lebensgefühl. Auch beim Bummeln durch die Läden. "Ah, stimmt, das haben wir doch auch noch ..." Und schon ist ein neues Wohnthema geboren.
Zu meinem Mann sage ich manchmal, wenn er was kaufen will: Das haben wir noch in unserem Lagerraum, verkaufe ich Dir, mache gute Preise .... "
Der Sessel ist neu bei uns und ein Verwandlungsteil. Ihm musste eine sperrige Schlafcouch weichen, die einer jungen Studentin in ihrer kleinen Bude jetzt gute Dienste tut.
Der Verwandlungs-Sessel ist von Brühl - man kann ihn als Daybed aufklappen. Super Teil - und es freut mich, wie alt und neu und West und Ost (Turkmenen-Teppiche und Formstücke) wunderbar zusammenpassen. Oder was meint Ihr?
Diese Form entstand kurz nach dem 2. Weltkrieg in der Keramikmanufaktur von Graf Alrams. 1949 benannte er seine Werkstätten in Gräflich Ortenburgsche Steingutmanufaktur um und spezialisierte sich auf Kaffee- und Teeservices.
Er und sein Team hatten ein Faible für zeitlose Formen und Dekore. Ganz erstaunlich, man denkt bei Adel doch gleich an Rüschen und Rokoko.
Leider hat niemand diese Menschen in Bildern gewürdigt, hat niemand eine "Homestory" mit ihnen gemacht. Deshalb würdige ich solche Produkte um so mehr. Ich habe sie viele Jahre gesammelt. Einen Teil dieser Stücke verkaufe ich - sie sind es wert, weiter Freude zu machen.