Einst zierte eine dunkle Lasur das Einfamilienhaus aus den 80er-Jahren, das Tina alias @Merlynn und ihr Mann vor 17 Jahren in der Ostschweiz gekauft und bezogen haben. Seitdem ist viel passiert: Durch liebevolle Sanierung ist das 220 qm große Zuhause der nun fünfköpfigen Familie nicht nur schrittweise energieeffizienter, sondern auch heller und luftiger geworden. Weiche Wohlfühlfarben verbinden sich mit warmen Holzelementen – und authentische Deckenbalken sorgen für geerdete Gemütlichkeit.
Ob sich die energetische Modernisierung des Hauses für Tina gelohnt hat, inwiefern die Einrichtung ihre Persönlichkeit widerspiegelt und was es mit dem Schweizer „Bünzlitum“ auf sich hat? Die Antworten gibt’s in der Homestory!
Bei Tinas Zuhause handelt es sich um ein Holzhaus im Elementbau mit insgesamt 7,5 Zimmern. Früher war es innen und außen mit dunkler Lasur gestrichen, heute dominieren helle Farbtöne und warme Naturmaterialien.
„Das Konzept, einen Raum neutral zu streichen und mit Accessoires Farbakzente zu setzen, hat sich für mich bewährt.“
Wundervolle weiße Dachbalken werden von hellen Eichenholzböden harmonisch ausbalanciert. „Das Konzept, einen Raum neutral zu streichen und mit Accessoires Farbakzente zu setzen, hat sich für mich bewährt“, erklärt Tina. Das Wohnzimmersofa stammt vom Schweizer Einrichtungshaus Micasa, die Couchtische sind von mömax und Artemano.
Liebe Tina, was bedeutet Zuhause für dich?
Sicherheit, Geborgenheit, Regeneration. Mein persönliches Bullerbü!
Ihr habt eurem 80er-Jahre-Haus in den letzten Jahren ein völlig neues Gesicht verliehen …
Das stimmt! Wir haben das Haus nach und nach energetisch saniert. Im Zuge dessen konnten wir auch einige optische Veränderungen vornehmen, zum Beispiel fast das komplette Haus hell streichen. Und das ursprünglich sterile Rasengrundstück haben wir in einen Familiengarten umgestaltet.
Bei der Gestaltung der Räume war Tina besonders wichtig, dass sie ihre Kreativität ausleben kann, sich aber alle Familienmitglieder damit wohlfühlen. Das weiße Sofa hat Tina bei Interio gefunden, der Bauernschrank sowie die Holzbank im Essbereich sind vom Trödler. Auch die Vitrine ist ein Vintage-Stück und wurde von Tina selbst weiß gestrichen.
Hat sich die energetische Modernisierung denn für euch gelohnt?
Wir haben viel, viel Zeit und Geld in die Lösung technischer Problemstellungen investiert. Gerne hätte ich stattdessen mehr Budget für gestalterische Freiheiten gehabt. Aber für ein angenehmeres Wohnklima und eine optimierte Energiebilanz war es definitiv der richtige Schritt!
Worauf hast du bei der Gestaltung eures Zuhauses noch geachtet?
Auf neutrale, raumübergreifende und nicht zu viele Farben, gepaart mit natürlichen, warmen Materialien wie zum Beispiel Holz und Textil.
Tinas Zuhause wirkt sehr ruhig und aufgeräumt. „Das passiert intuitiv und spiegelt wohl meine Persönlichkeit wider“, erklärt sie. „Ich brauche auch sonst im Leben wenig Reize und Aufregung.“ Das Himmelbett aus Holz, das im Kinderzimmer für süße Träume sorgt, ist ein DIY-Projekt.
Wie würdest du euren Wohnstil beschreiben?
Als dezent und hell, mit einem Schuss „Bünzlitum“.
Der Schweizer „Bünzli“ entspricht in etwa dem deutschen Spießbürger, oder?
Ganz genau! Damit meine ich eine gewisse Angepasstheit, Konformität und Unaufgeregtheit. Man wird bei uns nicht überwältigt von einer außergewöhnlichen Architektur, exklusiven Möbeln oder Kunstwerken. Wir haben weder ein spezielles Wohnkonzept, noch ist das Haus vom Keller bis unters Dach durchgestylt. Ich lebe meine Individualität eher in dekorativen Details aus.
„Die Ordnung täuscht, wir sind eigentlich ein ziemlich chaotischer Haufen!“, lacht Tina. „Daher gibt es Teilbereiche, die konsequent aufgeräumt werden, wie zum Beispiel der Wohn- und Essbereich, andernorts darf die Unordnung aber auch mal überhandnehmen.“ Tinas Küche stammt von IKEA. Um den Küchentisch von Muuto reihen sich Stühle von Interio. Die Leuchten über dem Esstisch sind von Lumimart, die über der Kücheninsel von Lindby.
„Die Ordnung täuscht, wir sind eigentlich ein ziemlich chaotischer Haufen!“
Tina (46) hat nach ihrer kaufmännischen Ausbildung einige Jahre in Vollzeit gearbeitet, ist als Mama von drei Kindern nun aber nur noch in einem kleineren Rahmen angestellt. Sie beschreibt sich selbst als introvertiert und schüchtern, verbringt ihre Freizeit gerne mit Zeichnen oder im Garten. Ihr Bett und die Pendelleuchte hat sie beim Schweizer Einrichtungshaus Interio gefunden, die Holzbank ist vom Trödler.
Was liebst du besonders an deinem Zuhause?
Dank der bodentiefen Fenster und der leichten Hanglage können wir den ganzen Tag direktes Sonnenlicht genießen. Im Garten gibt es rund um das Haus Sitzgelegenheiten für jede Tageszeit.
Outdoorsaison eröffnet: Sobald die Temperaturen steigen, verbringen Tina und ihre Familie viel Zeit im Garten. Den großen Gartentisch hat sie gebraucht gekauft, die Stühle sind von IKEA. Tinas Sonnenschirme stammen von OBI und Landi, der Outdoorteppich ist von Manor.
Und wo befindet sich dein Lieblingsort zu Hause?
Der offene Wohn- und Essbereich ist Dreh- und Angelpunkt des Familienlebens. Ich liebe es, wenn sich hier die Familienmitglieder treffen, sich eine kurze Auszeit vor den Pflichten gönnen oder Alltagserlebnisse ausgetauscht werden.
„Das Wohnzimmer ist mein Ort der Entspannung“, schwärmt Tina. „Da wir das Fernsehgerät in ein separates Zimmer verbannen konnten, finde ich hier meine Ruhe und lasse das Chaos woanders toben.“ Den gemütlichen Rattansessel hat Tina bei Manor gefunden. Ihre Deko, wie den Kerzenständer und die grüne Glasvase, kauft sie gerne bei JYSK.
Welcher Einrichtungsgegenstand liegt dir besonders am Herzen?
Ein Herzensstück ist sicher immer noch die Schiebetüre im Wohnzimmer. Die alten Vorfenster beim Brockenhaus (Trödler, Anm. d. Red.) haben es mir angetan, deshalb habe ich sie spontan mit nach Hause genommen. Dort hat sich dann herausgestellt, dass sie millimetergenau in den Durchgang passen und so einfach zu einer Schiebetüre umfunktioniert werden können.
„Grundsätzlich liebe ich all die Möbel, die eine kleine Geschichte erzählen oder die ich mit Farbe selber aufgefrischt habe“, verrät Tina. Die wundervolle Schiebetür zwischen Wohnzimmer und Flur, die aus zwei Vorfenstern vom Trödler gebaut wurde, zählt auch dazu.
„Heute würde ich direkt den ganzen Raum streichen lassen!“
Einfach mal abtauchen: Dem Alltag entfliehen gelingt Tina in ihrem gemütlichen Badezimmer besonders gut. Auch hier herrschen unaufdringliche Farbnuancen und warme Holztöne vor.
Welchen Einrichtungstipp hättest du gerne gehabt, bevor du dein Zuhause eingerichtet hast?
Etwas größer denken, denn ich verliere mich gerne im Detail. Ich habe zum Beispiel anfangs begonnen, einzelne Säulen im Haus oder das Geländer im Treppenhaus weiß zu streichen, aber über kurz oder lang war ich mit dem Ergebnis nie richtig zufrieden. Heute würde ich direkt den ganzen Raum streichen lassen!
Tinas größter Glückskauf ist das Haus an sich, das eigentlich schon als verkauft galt und von der Internetplattform verschwunden war. „Dank glücklicher Fügung haben wir es dann doch noch bekommen!“, freut sie sich. Auch ihr Gartenhäuschen, das sie günstig gebraucht erstehen konnte, liegt Tina sehr am Herzen.
„Nach Möglichkeit kaufe ich Möbel und Accessoires gebraucht und achte nicht auf Hersteller.“
Ob auf dem Balkon oder im Garten: In Tinas Zuhause finden sich viele kleine Ruheoasen, die zum Entspannen und Durchatmen einladen. Das kleine Balkonensemble von Coop Bau+Hobby hat sie selbst weiß lackiert, der runde Marmortisch (rechts) sowie der Klappstuhl stammen vom Trödler. Der gemütliche Stuhl mit Fell ist das Modell YPPERLIG von IKEA.
Drei Dinge, die wir noch nicht über dich wissen:
- Ich fahre nur kurze Strecken, die ich gut kenne, mit dem Auto.
- Ich habe keine Ahnung von Designern, Herstellern, Marken. Nach Möglichkeit kaufe ich Möbel und Accessoires gebraucht und achte nicht auf Hersteller.
- Drückt man mir Luftpolsterfolie in die Hand, bin ich für Stunden ruhiggestellt.
Grundriss Erdgeschoss
Grundriss Obergeschoss